CC OSS Blog
Open Source Software im geschäftskritischen Einsatz bei der Stadt Dortmund
Open Source Software ist die Grundlage für eine Gesellschaft in der Software ohne rechtliche Hürden d.h. frei getauscht werden kann. Dies bietet beste Rahmenbedingungen zur innovativen Weiterentwicklung von Software, da sie nicht nur von einem Anbieter, sondern durch die gesamte Fachwelt bearbeitet und fortgeschrieben werden kann.
Sich von der proprietären Software-Branche zu lösen, bedeutet für eine Kommune herstellerneutral, marktunabhängig, flexibel und kosteneffizient agieren zu können. Außerdem ist dies die einzige Möglichkeit IT-unterstützte Verwaltungsprozesse umfassend nachvollziehbar zu machen und damit dem demokratischen Ideal der Transparenz gegenüber der Bürgerschaft zu genügen.
Die Entscheidung langfristig verwaltungsweit mit Open Source Software zu planen bietet die Chance kommunale Kooperationen zu intensivieren, denn Open Source Software kann zwischen den Kommunen getauscht werden, ohne dass weitere Kosten entstehen.
Exemplarisch wird an der Stadt Dortmund gezeigt, dass Kommunen beginnen müssen sich von proprietärer Software zu entflechten und Open Source Software zielgerichtet zu fördern, um die langfristigen Vorteile die Open Source Software inne wohnen für sich nutzen zu können. Dafür ist eine auf die jeweilige Organisation angepasste Open-Source-Software-Strategie notwendig, um unerkannte Chancen zu nutzen.
Autor:
Christian Nähle, Mitarbeiter der Stadt Dortmund
Kontakt
- Weblog von
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Einladung zum Review - Entwurfsfassung des Migrationsleitfadens 4.0
Seit dem Jahre 2003 hat das Bundesministerium des Innern den „Leitfaden für die Migration von Software“ (Migrationsleitfaden) herausgegeben, zuletzt im Jahr 2008 in der Version 3.0. Viele Fragestellungen, die seitdem in diesem Zusammenhang an die Autoren herangetragen wurden, behandeln Themen wie praktische Aspekte und Besonderheiten bei Softwaremigrationen, die Regelung der Haftung im Zusammenhang von quelloffener Software und z.B. Lizenzfragen bei der Verwendung von quelloffener Software – mit dem Hauptaugenmerk auf die öffentliche Verwaltung. Nunmehr hat die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern und der 4Soft GmbH den Migrationsleitfaden vollständig überarbeitet und neu strukturiert.
Das Hauptdokument des Migrationsleitfadens beinhaltet Entscheidungshilfen für die jeweiligen Migrationsgebiete in Form von Kriterienlisten, kurzen Produktbeschreibungen, tabellarischen Gegenüberstellungen und Empfehlungen. Ergänzt werden diese um Begriffsdefinitionen, allgemeine Kriterien für erfolgreiche Software-Migrationen sowie einem Ausblick auf Zukunftsthemen der IT.
Die bisherige Beschreibung einzelner Migrationspfade wurde wegen der stark heterogenen Ursprungs- und Zielsysteme von Behörden sowie der schnellen Alterung betrachteter Software-Versionen aufgegeben.
Die speziellen wirtschaftlichen Betrachtungen im Rahmen der Migration von Software und vielfältigen Rechtsfragen beim Einsatz von Open-Source-Software wurden in detaillierter Form als eigenständige Begleitdokumente ausgelagert:
- Wirtschaftliche Aspekte von Software-Migrationen
- Rechtliche Aspekte der Nutzung, Verbreitung und Weiterentwicklung von Open-Source-Software
Wir möchten alle Interessierten, Wissensträger und Fachleute einladen, die Entwurfsfassung des Migrationsleitfadens und seiner Begleitdokumente kritisch zu prüfen und ihre Anmerkungen unter Verwendung des Feedback-Formulars bis zum 31. Januar 2012 an die Adresse standards-methoden@bva.bund.de zu senden.
Kompetenzzentrum Open Source Software auf dem LinuxTag 2011
Auch dieses Jahr findet der LinuxTag nicht ohne das Kompetenzzentrum Open Source Software (CC OSS) in Berlin statt. Besuchen Sie den Stand des CC OSS in Halle 7.2a auf dem Stand 133. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
- Weblog von S. Nikiforowa CC OSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
SEE-Konferenz 2011
Auch dieses Jahr veranstaltet die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT), neben der Technischen Universität Clausthal und der Firma 4Soft GmbH, die Software & Systems Engineering Essentials (SEE-Konferenz) in Frankfurt am Main. Das Motto der diesjährigen SEE-Konferenz heißt „Erfolgsfaktor Offenheit“.
Vom 9. bis 10. Mai 2011 wird in Vorträgen über die Offenheit in Projekt- und Anforderungsmethoden gesprochen. Die Vorträge befassen sich mit den Fragen, wie sich in Projekten durch einen offenen Austausch von Informationen Gewinn erzielen lässt. In drei parallel ablaufenden Vortragsreihen werden Vor- und Nachteile von quelloffener Software erläutert und wie Projekterfahrungen der Open-Source-Community einen Mehrwert bringen.
Das Programm der SEE-Konferenz finden Sie unter: http://2011.see-conf.de/programm/
Hier kommen Sie zur Anmeldung.
- Weblog von J. Nemitz CCOSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Neue Open-Source-Produkte veröffentlicht
Im März 2011 wurden folgende interessante Open-Source-Produkte auf unseren Webauftritt veröffentlicht:
- Mozilla Firefox
- Icinga
- SpamAssassin
- Contao
- Nuclos
- Typo3
- Weblog von S. Nikiforowa CC OSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Einladung zur Veranstaltung Open Source Software in der Verwaltung – Erfahrungen und Entwicklungen
Erfahrungsaustausch, wertvolle Praxistipps und Einblicke in aktuellen Entwicklungen stehen im Vordergrund unseres Symposiums zum Thema Open-Source-Software (OSS) in der Verwaltung.
Wir laden Sie ein, dabei zu sein:
17./18. Mai 2011 im Bundeshaus, Bundesallee 216-218, 10719 Berlin
Freuen Sie sich auf Praxis-Wissen aus erster Hand: Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches und hoch informatives Programm mit Erfahrungsberichten, Informationen zu Trends und Impulsen für vielversprechenden Einsatzfelder von OSS. Darüber hinaus haben Sie Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit Experten aus Verwaltung und Wissenschaft.Darum sollten
Sie dabei sein:
- Sie erhalten einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Open Source Software im öffentlichen Bereich.
- Als Interessent bekommen sie wertvolle Tipps, worauf Sie für eine erfolgreiche Einführung von OSS achten sollten.
Die Veranstaltung wendet sich an Referatsleiter von IT-Referaten, IT-Fachkräfte, IT-Administratoren, an Bedienstete in der Verwaltung, welche in Open-Source-Software Projekten eingebunden sind oder waren.
Veranstalter sind die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung und das Kompetenzzentrum Open Source Software (CC OSS) der Bundesstelle für Informationstechnik des Bundesverwaltungsamtes.
Die Anmeldung über Ihre Fortbildungsstelle ist über die Internetseite www.ifos-bund.de unter der JAP.Nr. IT 140.01/11 möglich. Verwaltungsmitarbeiter die nicht bei einer Bundesbehörde beschäftigt sind, melden sich bitte per E-Mail bei lg5@bakoev.bund.de. Der Anmeldeschluss ist der 18.04.2011.
Wir freuen uns auf Sie!
- Weblog von S. Richter CC OSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
OSS-Lizenzen und ihre Anwendung
Im Rahmen einer Veranstaltung mit Dr. Axel Metzger, LL.M. (Harvard), Professor des Instituts der Rechtswissenschaften an der Leibnitz Universität Hannover, konnte sich das Kompetenzzentrum Open Source Software (CC OSS) mit dem Thema Lizenzrecht für Open-Source-Software (OSS) auseinandersetzen.
Dr. Metzger stellte die Sachverhalte zum einen aus Sicht der Behörde als Lizenznehmer und zum anderen als Lizenzgeber dar. Dabei wurden die unterschiedlichen OSS-Lizenztypen vorgestellt und erläutert. Des Weiteren wurde ein Einblick in die Themen Vertragsverhältnisse, Haftung & Gewährleistung sowie in die verschiedensten Rechtsgebiete (Urheberrecht, Patentrecht, Vergaberecht, Haushaltsrecht, Wettbewerbsrecht, Wirtschaftsrecht) gegeben. Anhand von Fallbeispielen konnten die Mitglieder des CC OSS die vorgestellten Themen praktisch anwenden.
Das Ergebnis der Veranstaltung ist ein intensiver Einblick in die Rechtsfragen bezüglich OSS sowie die Klärung und Wahrnehmung von Rechtsunsicherheiten / Problemen auf diesem Gebiet.
- Weblog von J. Nemitz CCOSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
EU-Projekt OSEPA fördert die Vernetzung von Open-Source-Experten in Europa
Ob Kommunen, Krankenhäuser, Städte oder Schulen – Open-Source-Lösungen bieten viele Vorteile für Einrichtungen der öffentlichen Hand. Trotzdem zögern immer noch viele öffentliche Einrichtungen, komplett auf solche Lösungen umzurüsten. Umso wichtiger ist es, dass sich Anwender und solche die es werden wollen über erfolgreiche Open-Source-Projekte austauschen – am besten über regionale und nationale Grenzen hinweg. Dieses Ziel verfolgen die MFG Baden-Württemberg und das Open-Source-Netzwerk Lisog zusammen mit zwölf europäischen Partnern im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts OSEPA (Open Source Software Usage in European Public Administrations).
Ziel ist es, auf den Einsatz von Open-Source-Software in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Das Augenmerk liegt dabei auf Vorteilen und Kostenrechnungen bereits bestehender Open-Source-Software-Anwendungen. Im Laufe des Projekts werden unter anderem ein Katalog mit Fallbeispielen erfolgreicher Open-Source-Projekte in der öffentlichen Verwaltung sowie Handlungsempfehlungen zu Themen wie Lizenzen, Softwarebeschaffung und technischen Standards erstellt. Im Jahr 2011 steht die Durchführung einer Umfrage zum Einsatz von Open-Source-Software in 20 europäischen Ländern auf der Agenda.
Zudem organisieren die zwölf Projektpartner regelmäßige Vor-Ort-Besuche und Workshops. Zu diesen Treffen werden auch Experten aus den verschiedenen Regionen – interessierte Firmen oder Vertreter aus öffentlichen Verwaltungen – eingeladen. Neben Workshops in Strovolos (Zypern), Mailand und Sheffield treffen sich die Projektpartner in diesem Jahr am 1. und 2. Dezember 2011 in Stuttgart. An diesen Workshops sind können alle Interessierten gerne teilnehmen.
MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis betont: „Wichtig ist der Blick über den Tellerrand. Der Einsatz von Open Source in öffentlichen Verwaltungen und Kommunen kann nur dann vorangetrieben werden, wenn sich die Anwender im Sinne des Open-Innovation-Gedankens über erfolgreiche Lösungen austauschen“.
Beim ersten Vor-Ort-Besuch im Juni 2010 in Stuttgart führte der Erfahrungsaustausch gleich zu einem Kooperationserfolg: Die Agorum Software GmbH aus Ostfildern stellte den europäischen Experten ihr Dokumentenmanagementsystem auf Open-Source-Basis vor – mit positivem Ergebnis: Die belgische Stadt Schoten wird diese Lösung zukünftig anwenden und plant bereits eine niederländische und französische Übersetzung der Software.
Unter den OSEPA-Projektpartnern sind Regionen, Kommunen und Innovationsagenturen, die teilweise langjährige Erfahrung mit dem Einsatz von Open-Source-Software gesammelt haben. So hat beispielsweise der spanische Projektpartner, die Region Extremadura, im Jahr 2002 rund 70.000 Computer und 400 Server im Bereich der Schulverwaltung auf Open-Source-Software umgestellt.
Weiterführende Links:
www.osepa.eu
www.mfg-innovation.de
www.lisog.org
Über das Projekt OSEPA
Das Projekt OSEPA soll den Einsatz von Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen fördern. Im Mittelpunkt stehen sowohl der intensive Erfahrungsaustausch als auch die Vernetzung von Open-Source-Anwendern.
• Leadpartner: Central Union of Municipalities and Comunities of Greece, Griechenland
Partner:
• Vysočina Region, Tschechien
• Fundación para el Desarrollo de la Ciencia y Tecnología en Extremadura, Spanien
• MFG Baden-Württemberg, Deutschland
• Föreningen SAMBRUK i Sverige, Schweden
• Regione Emilia Romagna, Italien
• City of Shoten, Belgien
• Stovolos Municipality, Zypern
• LATVIJAS PAŠVALDĪBU SAVIENĪBA, Lettland
• Bistrita City Hall, Rumänien
• The University of Sheffield, Großbritannien
• Research Academic Computer Technology Institute, Griechenland
Budget: ca. 1,85 Mio. Euro
Programmförderung: INTERREG IVC
Projektdauer: 01/2010 – 31/2012
Über die MFG Baden-Württemberg
Als Innovationsagentur des Landes für IT und Medien stärkt die MFG Baden-Württemberg seit 1995 den IT-, Medien- und Kreativstandort Baden-Württemberg. Sie verbessert die landesweite Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit u. a. durch die Förderung regionaler, nationaler und internationaler Kooperationen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von erfolgreichem Unternehmertum, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen, sowie deren Vernetzung mit anwendungsnaher Forschung und öffentlichen Förderprogrammen.
Über die Lisog
Die Lisog vernetzt Anbieter und Anwender aus dem Open-Source-Bereich. In Arbeitstreffen und Projektgruppen werden Lösungen zu aktuellen IT- und Open-Source-Themen erarbeitet. Dass Open Source ein tragfähiges Geschäftsmodell darstellt, zeigt die Lisog in zahlreichen Veranstaltungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Derzeit hat das Netzwerk 114 Mitglieder – darunter führende IT-Unternehmen, kleine und mittlere IT-Firmen sowie Anwender aus der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft. Neben der Geschäftsstelle in Stuttgart unterhält die Lisog Kontaktbüros in Berlin, Hamburg, Palo Alto, Wien und Zürich.
Unter den Mitgliedern der Lisog finden sich IT-Anbieter wie IBM, Novell, Red Hat, Collax, Topalis, Abraxas, Agami (AT) und Integratio (CH). Als Anwender-Mitglieder sind Einrichtungen des Public Sector wie beispielsweise die Städte Schwäbisch Hall und Freiburg sowie die Schweizer Bundesverwaltung vertreten. Ebenso sind Banken und Versicherungen wie die Baader Wertpapierhandelsbank und die Stuttgarter Lebensversicherung Mitglied der Lisog. Zu den wissenschaftlichen Partnern der Lisog gehören Hochschulen u.a. in Fribourg (CH), Heilbronn, Karlsruhe, und Linz (AT).
Ansprechpartnerin für das Projekt OSEPA
MFG Baden-Württemberg mbH
Innovationsagentur des Landes
für Informationstechnologie und Medien
Alexandra Rudl
Projektleiterin ITK-Netzwerke
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Tel.: 0711-90715-365
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: rudl@mfg.de
www.mfg-innovation.de
Quelle: MFG Baden-Württemberg mbH
- Weblog von S. Nikiforowa CC OSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
LibreOffice und OpenOffice.org sind in Version 3.3 erschienen
Bereits im Dezember 2010 veröffentlichte Oracle Version 3.3 des kostenpflichtigen Office-Pakets Oracle Open Office (neuer Name von StarOffice). Am 25.01.2010 erschien das erste LibreOffice Minor-Release der Document Foundation. Einen Tag später stellte Oracle dann OpenOffice.org in der Version 3.3 zum Download bereit.
Aus Eins wird Zwei
Das Projekt OpenOffice.org ging bereits im Januar 2010 durch die Übernahme des Unternehmens aus den Händen von Sun Microsystems an Oracle über. Teile der Community waren mit der Situation des Projekts bei Oracle nicht zufrieden und gründeten die Organisation "The Document Foundation". Dort wird nun auf Basis von OpenOffice.org die Office-Suite LibreOffice entwickelt, da Oracle einer Anfrage bezüglich der Übergabe der Namensrechte und der Fortführung des OpenOffice.org Projekts unter der Führung der Document Foundation nicht zustimmte.
LibreOffice ist trotz des großen Aufsehens nicht der erste Fork von OpenOffice.org. Im Jahr 2007 bildete sich Go-oo mit dem Ziel eine bessere Interoperabilität anzubieten. Die ehemaligen Go-oo Entwickler wirken nun bei LibreOffice mit.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Nun stehen also zwei große Open-Source-Office-Pakete mit einer sehr ähnlichen Codebasis zur Verfügung. Neben kleinen Unterschieden beim Branding (Logos etc.) und den Icons der Benutzeroberfläche, konnte das CC OSS bei einem ersten Test auch Unterschiede bei den verwendbaren Dokumentenformaten feststellen. Neben dem Standardformat Open Document Formate (ODF) bieten beide Pakete beispielsweise auch die noch weit verbreiteten binären Microsoft-Formate (DOC, XLT, PPT usw.) sowie PDF und HTML als Speicherformate an. Das seit Microsoft Office 2007 eingesetzte Format Office Open XML (OOXML) kann von beiden Pakten gelesen werden. LibreOffice hat zusätzlich eine Option aktiviert um in diesem Format zu speichern. Darüber hinaus verarbeitet es nun auch das Vektorgrafik-Format Scalable Vector Graphics (SVG). Die Aufforderungen zur optionalen Benutzerregistrierung von OpenOffice.org entfällt bei LibreOffice. Übersichten über alle neuen Features stellen sowohl OpenOffice.org als auch LibreOffice bereit.
OpenOffice.org kann direkt in deutscher Sprache heruntergeladen und installiert werden, bei LibreOffice ist hingegen die Installation eines zusätzlichen Sprachpakets erforderlich. Beide Office-Pakete benötigen für die Bereitstellung des gesamten Funktionsumfangs eine installierte Java-Ablaufumgebung (JRE), sind jedoch auch ohne sie grundsätzlich lauffähig. OpenOffice.org bietet Java (optional) zusammen mit dem Office-Paket an, wohingegen bei LibreOffice eine gesonderte Installation von Java erforderlich ist. Die Verfügbarkeit für verschiedene Plattformen ist bei beiden Paketen groß. Varianten für Linux, Mac OS und Windows stehen zum Download bereit. Von LibreOffice existiert darüber hinaus eine portable Version. Diese kann ohne Installation, beispielsweise auf einem USB-Stick, genutzt werden.
Mehr Verwirrung oder mehr Auswahl?
Vielleicht trifft zunächst beides zu, die Auswahlmöglichkeiten für die Anwender sind größer geworden. Bei Personen die sich jedoch nicht intensiv mit der Auswahl beschäftigen möchten, wurde aber auch eine gewisse Verwirrung hervorgerufen. Deshalb werden die Kernunterschiede im Folgenden dargestellt.
Während OpenOffice.org von einem großen Unternehmen gesteuert wird und viele Mitglieder aus der Community verloren hat, wird LibreOffice von einer unabhängigen und selbstverwalteten Organisation entwickelt. Die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Mitglieder basieren auf deren Leistung. Die Document Foundation hat schon mit dem ersten Minor-Release gezeigt, dass sie offener für Neues und das Feedback der Anwender ist. Trotz der Unterstützung von Google und diversen Herstellern von Linux-Distributionen muss LibreOffice nun zeigen, dass ein Support für Geschäftskunden, wie ihn Oracle anbietet, geleistet werden kann.
Der langfristige aktive Fortbestand erscheint bei LibreOffice sicherer als bei OpenOffice.org, da Oracle den Fokus, neben der kostenpflichtigen Oracle Open Office Variante, auf das im Dezember 2010 erschienene Cloud Office setzt.
Derzeit ist der Unterschied zwischen LibreOffice und OpenOffice.org noch so gering, dass bei einer Umstellung zwischen diesen beiden Office-Paketen keine Umschulung der Mitarbeiter oder Konvertierung der Dokumente nötig wäre. Wie sich dies in Zukunft entwickeln wird ist derzeit noch nicht abschätzbar. Die kleinstmögliche gemeinsame Basis wird langfristig wohl zumindest das ISO-standardisierte Dokumentenformat ODF bleiben. Mittelfristig bleiben jedoch auch große Teile der Codebasis gleich.
Für einen späteren Wechsel offen bleiben
Für welches der beiden Office-Pakete man sich derzeit entscheiden spielt noch eine nachgeordnete Rolle. Wichtiger ist die Entscheidung für ein Dokumentenformat, welches die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Office-Paketen langfristig ermöglicht. Das einzige Dokumentenformat welches derzeit für die Erreichung dieses Zieles empfohlen werden kann, ist das Open Document Format. Darüber hinaus sollte auf die Verwendung von aktivem Code in Dokumenten weitgehend verzichtet und die Entwicklung der Office-Pakete weiter beobachtet werden.
Über weitere Entwicklungen werden wir auf www.oss.bund.de berichten. Wie immer freuen wir uns über Ihr Feedback zu diesem Artikel.
- Weblog von C. Spiegel CC OSS
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
CC OSS Teilnehmer des 2. Deutschen OpenOffice.org-Kongress für Wirtschaft und Verwaltung
Nachdem schon im vergangenen Jahr Mitglieder unseres Kompetenzzentrums den 1. OpenOffice-Kongress besucht haben, nahmen wir auch bei der 2. Auflage in München am 16./17.11. teil. Mit Spannung wurden insbesondere Vorträge und Statements zur aktuellen Situation des OpenOffice-Projekts, zur Gründung der Document Foundation und zur Entwicklung von LibreOffice erwartet. Weitere interessante Themen aus Behördensicht waren die Berichte über die Erfahrungen des Co-Ausrichters Stadt München aus Ihrem Projekt LiMux und die OpenOffice.org(OOo)-Migration der Stadt Freiburg.
Das OpenOffice-Projekt hat eine erfolgreiche 10-jährige Entwicklung hinter sich. Allerdings war es aus Sicht der Mitglieder des OpenOffice.org Deutschland e.V. Zeit für Veränderungen, um das Projekt auch in Zukunft in die richtige Richtung lenken zu können. Aus diesem Grund haben sich die Mitglieder entschlossen einen neuen Weg zu gehen.
Folgende Gründe und Ziele waren ausschlaggebend:
- unabhängige Verwaltung der Projektwerte
- weiter offen sein
- unabhängig von einzelnen Unternehmen, keine Leitung durch großen Konzern
- breitere Entwicklerbasis
- unabhängige Supportstruktur
- Open Document Format (ODF)
Um den Werten und Zielen einen geeigneten Rahmen zu geben wurde die Stiftung "The Document Foundation" gegründet und die Förderung von "LibreOffice" als neue Office-Suite ausgerufen. Diese wurden auch als Grundsätze in die Satzung aufgenommen. Der OpenOffice.org Deutschland e.V. hat sich klar zur Unterstützung der Stiftung und LibreOffice bekannt. Des Weiteren tritt der Verein als Koordinationsstelle auf, um Supportstrukturen aufzubauen und zu koordinieren, Weiterbildungs- und Trainingsmöglichkeiten zu organisieren sowie Veranstaltungen durchzuführen. Es gab vergebliche Bestrebungen den Namen OpenOffice.org für die "neue" Suite verwenden zu dürfen. Deshalb lautet der neue Name der Office-Suite LibreOffice. Auch der OpenOffice.org Deutschland e.V. sowie der OpenOffice-Kongress werden aller Voraussicht in Zukunft unter einem neuen Namen auftreten.
Die Einführung von OOo in den Städten München und Freiburg war ein weiteres interessantes Themengebiet. Diese beiden Projekte stehen beispielhaft für erfolgreiche Migrationen im Behördenbereich. Ausschlaggebend für den Erfolg war maßgeblich die Formular- und Vorlagenverwaltung durch das Open Source Tool WollMux. Die Erfahrungen aus diesen Projekten können für zukünftige Migrationen im Office-Bereich wertvolle Informationen für Behörden bieten.
Weitere Vorträge behandelten die Einführung von OOo oder des WollMux in Wirtschaftsunternehmen, automatische Dokumentenerstellung, Erstellung von Online-Fragebögen sowie Arztpraxisbriefen mit OOo.
Alles in allem war der Kongress eine gelungene Veranstaltung mit tollen Rahmenbedingungen.
- Weblog von d.friesenhagen ccoss
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

