Weltweiter Einsatz von Open-Source-Software in Behörden

20. Dezember 2010

 
Die Webplattform des Kompetenzzentrum Open Source Software befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Open Source Einsatz auf deutscher Bundes-, Landes- sowie Kommunalebene. Da jedoch verschiedenste Nationen Open-Source-Software (OSS) und Offene Standards einsetzen und entsprechende Strategien ausarbeiten, bietet dieser Artikel einen Auszug der aktuellen Entwicklungen rund um den Globus. Weitere Vorschläge und Anmerkungen zum Text sind erwünscht.
 
Sprungmarken zu den Nationen:

Brasilien
Die brasilianische Regierung bekennt sich seit dem Jahr 2003 zu Open-Source-Software. Das zeigt sich beispielsweise an der Einrichtung des Ausschusses Comitê Técnico de Implementação de Software Livre (CISL) mit der Aufgabe der Verbreitung von Open-Source-Software. Vorteile des Einsatzes von Open-Source-Software werden, neben Einsparungen im IT-Haushalt, auch für den Bürger (Gleichstellung im Zugang zu IT-Diensten) und die lokale Softwareindustrie (OSS ist Schwerpunktbranche im brasilianischen IT-Sektor) gesehen. Die Umsetzung der Open-Source-Strategie ist vor allem im Hochschulumfeld sehr weit fortgeschritten [1]. Die Einsparung durch den Einsatz von Open-Source-Software werden vom nationalen Institut für Informationstechnik, (Instituto Nacional de Tecnologia da Informação, ITI) im Zeitraum 2003 bis 2010 auf circa 500 Mio. US-Dollar geschätzt. Die Zahl wird Anfang 2011 offiziell bekannt gegeben [2]. Der nationale IT-Dienstleister SERPRO setzt bei vielen seiner Lösungen auf Open-Source-Software. Das Open-Source-Content-Management-System Plone (auf Basis des Zope-Webanwendungsservers) wird von SERPRO als Standardwerkzeug für die Erstellung von Regierungswebseiten eingesetzt [3].
 
China
Red Flag Linux ist eine von China, Südkorea, Vietnam, Thailand, Sri Lanka und Japan unterstütze Linuxdistribution. Das Red Flag Team, welches als staatlich gefördertes Unternehmen agiert, arbeitet mit vielen asiatischen und internationalen IT-Unternehmen zusammen. Diverse Gründe waren Auslöser der Entwicklung einer eigenen Linux-Distribution: Sicherheitsbestrebungen, mögliche Kosteneinsparungen und die Unabhängigkeit von US-amerikanischen Firmen. Durch die starke staatliche Förderung des Projekts ist die Anzahl der Computer mit vorinstalliertem Linux-Betriebssystem weitaus höher als in Europa. Da China Red Flag Linux auch zur Verbesserung der Verhandlungsposition mit Microsoft erfolgreich genutzt hat, ist die Verbreitung in der Regierung und in der Bevölkerung jedoch nicht so hoch wie es in manchen Berichten kommuniziert wird. [4][5]

 
Finnland
Im finnische Justizministerium und dessen nachgeordneten Behörden sind über 10.000 OpenOffice.org Installationen im produktiven Einsatz. Mit der Abkündigung der zuvor eingesetzten Office-Suite IBM SmartSuit wurden im Jahr 2003 Microsoft Office und OpenOffice.org als mögliche Alternativen bewertet und die Entscheidung für OpenOffice.org getroffen. Die Migration wurde im Rahmen einer ausführlichen Studie dokumentiert, was für ein OSS-Migrationsprojekt dieser Größenordnung bisher einmalig ist. Die Eignung von OpenOffice.org sowie die Migration wurden durchweg positiv bewertet. [6]
 
Frankreich
Die französische Nationalpolizei hat seit der strategischen Entscheidung für Open-Source-Software und offene Standards im Jahr 2004 circa 50 Mio. Euro an Lizenz- und Wartungskosten eingespart. Das jährliche IT-Budget konnte ohne Leistungseinbußen um 70% reduziert werden. Die Umstellung auf Open-Source-Software hat bei der französischen Nationalpolizei mit der Migration von Microsoft Office auf OpenOffice.org auf 70.000 Arbeitsplätzen begonnen. Nach und nach wurden weitere Anwendungen, wie der Browser Mozilla Firefox und der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird, nachgezogen. Darauf folgte die Desktop Betriebssystem-Umstellung von Microsoft Windows hin zur Linuxdistribution Ubuntu. Zu beginn des Jahres 2009 waren bereits 5.000 Arbeitsplätze mit dem freien Betriebssystem in Betrieb. Im Jahr 2015 sollen alle 90.000 Arbeitsplätze mit Ubuntu ausgestattet sein. [7]

 
Im Rahmen der Migration der französischen Nationalpolizei wurden Erweiterungen für den E-Mail-Client Mozilla Thunderbird entwickelt die später teilweise fest im Thunderbird-Projekt integriert worden sind. Somit kann jeder Thunderbird Anwender von dem Projekt profitieren. Die hohen Sicherheitsanforderungen des französischen Militärs, haben in der Folge auch dort zu einer Migration auf Thunderbird geführt. [8]

 
Die französische Familienbeihilfekasse hat hingegen im Backend eine große Umstellung auf Open-Source-Software durchgeführt. 168 Datenbanken einer Fachanwendung mit welcher im Jahr 2009 rund 69 Mrd. Euro an 11 Mio. bezugsberechtigte Personen vergeben worden sind, wurden innerhalb von 18 Monaten auf die Open-Source-Datenbank PostgreSQL migriert. Die Datenbank erfüllt die Anforderungen voll und ermöglicht neben der Optimierung der bisherigen Systeme auch eine spürbare Kosteneinsparung. [9]
 
Großbritannien
Seit den ersten Schritten im Jahr 2004, hat sich Open-Source-Software zu einem wichtigen Teil der IT-Infrastruktur der britischen Regierung entwickelt. Die ehemalige Bevorzugung von proprietären Lösungen wurde durch eine Textpassage im IT-Strategiepapier von 2004 aufgehoben. Dort war definiert, dass Open-Source-Software dann einzusetzen ist, wenn damit für den Steuerzahler der größte Wert einer Investition erreicht wird. In der aktuellen Version wird Open-Source-Software bei der Beschaffung sogar bevorzugt positioniert. Bei der Bewertung von proprietärer Software werden nun die negativen Folgen der Herstellerabhängigkeit berücksichtigt. In Bezug auf Open-Source-Software werden die Kosten für Verteilung, Migration und Wartung betrachtet. Sollten zwischen Open-Source-Software und proprietärer Software keine signifikanten Kostenunterschiede vorliegen, so sind Open Source Lösungen auf Grund ihrer Flexibilität zu bevorzugen.
 
Unabhängig davon ob es sich um Open-Source-Software oder eine proprietäre Lösung handelt, setzt die britische Regierung die Nutzung offener Standards voraus. Darüber hinaus spielt die Wiederverwendung von Software sowie eine langfristige Nachhaltigkeit der gewählten Lösung eine bedeutende Rolle. [10][11]

 
Italien
Behörden in der italienischen Region Südtirol sind bereits seit 2004 durch eine Richtlinie dazu angehalten, Open-Source-Software einzusetzen. Diverse proprietäre Systeme wurden seither durch Open Source Lösungen ersetzt. Neben Standardanwendungen wie Mozilla Firefox, OpenOffice.org und Linux-Servern kommen auch GPL-lizenzierte Eigenentwicklungen zum Einsatz. Bei jeder Neuanschaffung oder Modernisierung wird zunächst nach einer geeigneten Open Source Lösung gesucht. Neben der fachlichen Eignung wird immer auch die Reife der Open Source Projekte bewertet. Die schrittweise Einführung von Open-Source-Software und offenen Standards ist laut Kurt Pöhl (IT-Leiter in Südtirol) wirtschaftlicher, führt zu einer Minderung des Herstellerabhängigkeit und bietet auch in puncto Qualität Vorteile gegenüber einer proprietären Anwendungslandschaft. [12]
 
Seit Dezember 2010 ist der Einsatz von offenen Standards und Open-Source-Software in der italienischen Region Apulien gesetzlich geregelt. Abweichungen müssen entsprechend begründet werden. [13]
 
Niederlande
In niederländischen Behörden wird der Einsatz von Open-Source-Software bereits seit Jahren strategisch verfolgt. Das niederländische Wirtschaftsministerium hat den Aktionsplan „The Netherlands in Open Connection" veröffentlicht [14]. Die Zielsetzung umfasst die Steigerung von Interoperabilität und Innovation, die Schaffung gerechter Wettbewerbsbedingungen im Software-Markt sowie die Reduzierung der Abhängigkeit von IT-Herstellern bei Beschaffung und Nutzung. Seit April 2008 müssen Behörden auf nationaler Ebene den Einsatz proprietärer Software begründen [15]. Seit Ende 2008 sind Behörden auf allen Ebenen dazu angehalten das Open Document Format (ODF) für Office-Dokumente verarbeiten zu können [16].
 
Seit 2008 setzt das niederländische Patentamt für seinen Webauftritt erfolgreich das Open Source Content-Management-System Joomla! ein [17]. Passenderweise basiert die Webseite des Programms „The Netherlands in Open Connection" auf dem Open Source Content-Management-System WordPress. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Behörden die das Open Source Content-Management-System Drupal einsetzen [18].
 
Auch die Entwicklung und Bereitstellung von Open-Source-Software wird in den Niederlanden aktiv verfolgt. So wurde beispielsweise die Software OS Toolbox PSC im Auftrag des niederländischen Wirtschaftsministeriums entwickelt. Die Webanwendung bietet Services zur Informationsbeschaffung für Personen, die in der Europäischen Union ein Unternehmen eröffnen wollen. Mit der Software OS Toolbox PSC können regionale Vorschriften, Verordnungen und Regeln an einem zentralen Punkt abgerufen werden. Anderen EU-Staaten haben bereits Interesse für den Einsatz der Software bekundet. [19]
 
Norwegen
Das norwegische Open Source Kompetenzzentrum Friprog ist für die Förderung des Einsatzes von Open-Source-Software in der gesamten norwegischen Verwaltung zuständig. Im Jahr 2010 konnte ein großer Erfolg vermeldet werden, alle 19 Bezirksverwaltungen nutzen nun Open-Source-Software. Im Jahr 2005 waren es erst 76%. Die Bandbreite an Software erstreckt sich von Server-Betriebssystemen über Content-Management-Systeme bis hin zu Office-Software. Das Kompetenzzentrum sieht es als seine Aufgabe an, Behördenvertreter über Open-Source-Software allgemein sowie über die Vorteile von Open-Source-Software zu informieren. Deshalb stellt Friprog im Internet grundlegende Informationen, Fallstudien sowie behördliche Open-Source-Software bereit. Friprog organisert darüber hinaus die jährlich stattfindende Open Soure Konferenz GoOpen. [20]

 
Russland
In Russland wird bereits seit einigen Jahren in vielen Schulen Linux eingesetzt. Zum Ende des Jahres 2010 müssen sich die 55.000 Sekundarschulen in Russland entscheiden ob sie proprietäre Lösungen oder Open-Source-Software einsetzen möchten. Die Schulen die auf Open-Source-Software migrieren möchten, werden ALT Linux in einer speziellen Schulvariante nutzen. Der russische Präsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew hat sich in der Vergangenheit mehrfach für den Einsatz von Open-Source-Software ausgesprochen. Im Oktober 2010 wurden Pläne bekannt gegeben, nach denen die russische Regierung 3,5 Mio. Euro in die Entwicklung eines sicheren Linux-Betriebssystem für den Desktop investieren wird. Neben der Umsetzung der hohen Sicherheitsanforderungen, möchte die russische Regierung auch die Herstellerabhängigkeit reduzieren. [21]

 
Spanien
In der spanischen Region Andalusien ist Linux in Schulen bereits Standard. Auf über 300.000 Desktop-Rechnern und 180.000 Laptops wird dort die auf Ubuntu basierende Linuxdistribution Guadalinex eingesetzt. Im Jahr 2011 sollen 100.000 weitere Systeme hinzukommen. Die andalusische Verwaltung plant nun auch auf Linux zu migrieren. Die Anforderungsanalyse zur Ermittlung der speziellen Bedürfnisse der Behördenmitarbeiter ist bereits abgeschlossen und erste Tests sind geplant. Zur Umsetzung der behördlichen Anforderungen ist eine gesonderte Variante von Guadalinex geplant. Darüber hinaus wird seit dem Jahr 2005 jegliche für die andalusischen Behörden entwickelte Software unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht. Durch das Engagement der andalusischen Regierung für Open-Source-Software konnte in der Region eine starke Open Source Industrie entstehen. [22] [23]

 
Ab dem Jahr 2002 fand in der spanischen Region Extremadura eine der ersten Open Source Migrationen in der Verwaltung statt. Die regionalen Behörden arbeiten seither zu großen Teilen mit OpenOffice.org und Linux. Die auf Debian basierende Linuxdistribution nennt sich LinEx. Im Jahr 2009 konnten durch den Open Source Einsatz 39. Mio. Euro eingespart werden. Auf Grund des geringen Projektbudgets ist die Größenordnung der Einsparung immens. Zusätzlich hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Technologieunternehmen in der Region verdoppelt. [24]
 
Die spanische Stadt Saragossa meldete Mitte 2010 Erfolge von der Migration der Desktop-Anwendungen. Mozilla Thunderbird und Firefox sowie der Medienspieler VideoLan Client (VLC) sind bereits flächendeckend ausgerollt, auf 700 der circa 2.800 Desktop-Rechnern läuft bereits Linux. Die Migration wird mit einer Teamstärke von nur sieben Personen durchgeführt. Die bisherigen Einsparungen an Lizenzkosten wurden bisher für den Migrationsprozess verwendet. Die sehr heterogenen Aufgabengebiete der Stadtverwaltung haben die Migration der rund 100 Verwaltungsstandorte erschwert. Letztendlich konnten aber nur wenige Anwendungen nicht durch Open Source Alternativen ersetzt werden. [25]
 
USA
In den USA spielt Open-Source-Software auf nationaler sowie auf bundesstaatlicher Ebene eine bedeutende Rolle. Die koordinierende Stelle für den Open Source Einsatz in den USA ist das Open Source Software Institute (OSSI). Medial hat die Umstellung der Webseite des Weißen Hauses auf das Open Source Content-Management-Tool Drupal viel Aufsehen erregt. Doch abseits des medialen Interesses setzen mindestens 81 weitere US-Behörden auf dieses Content-Management-System. [26]

 
Vivek Kundra, Chief Information Officer (CIO) unter US-Präsident Barack Obama, hat die Bedeutung von Open Source als Technologie, welche der Regierung ermöglicht besser und günstiger zu arbeiten, unterstrichen. [27]

 
Das US-Verteidigungsministerium setzt in besonderem Maße auf Open-Source-Software. Allein im Jahr 2009 hat das Ministerium über 50 Anwendungen Open Source gestellt. Bereits im Jahr 2003 wurde eine Studie des Verteidigungsministeriums veröffentlicht, welche die Unbedenklichkeit, ja sogar die sehr gute Eignung von Open-Source-Software auch für kritische Anwendungen bescheinigt. [28]
 
Quellen:
[1] http://www.softwarelivre.gov.br/levantamento/levantamento/levantamento
[2] http://www.softwarelivre.gov.br
[3] http://br-linux.org/brazil/?p=4
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_Linux
[5] http://www.redflag-linux.com/en/news_end.php?class1=2&class2=1&id=33
[6] http://acta.uta.fi/pdf/978-951-44-8216-8.pdf
[7] http://arstechnica.com/open-source/news/2009/03/french-police-saves-millions-of-euros-by-adopting-ubuntu.ars
[8] http://www.pro-linux.de/news/1/15072/gendarmerie-und-militaer-in-frankreich-setzen-auf-thunderbird.html
[9] http://www.osor.eu/news/fr-open-source-database-new-engine-of-frances-social-security
[10] http://www.cabinetoffice.gov.uk/media/253407/Open%20Source%20Final.pdf
[11] http://arstechnica.com/open-source/news/2009/02/uk-government-eyes-open-source-for-flexibility-cost-savings.ars
[12] http://www.pro-linux.de/news/1/16469/behoerden-in-suedtirol-muessen-open-source-vorziehen.html
[13] http://www.osor.eu/news/it-puglia-region-makes-open-source-and-standards-mandatory
[14] https://noiv.nl/files/2009/12/Action_plan_english.pdf
[15] http://news.cnet.com/8301-13505_3-9833905-16.html
[16] https://noiv.nl/files/2010/07/tweede_voortgangsrapportage.pdf
[17] http://www.ultijoomla.com/blog/Government-organisation-in-the-Netherlands-uses-Joomla.html
[18] http://groups.drupal.org/government-sites
[19] http://syslab.com/blog/dutch-government-to-provide-open-source-software-tools-to-help-european-businesses
[20] http://www.osor.eu/news/all-regions-and-nearly-all-municipalities-now-use-open-source
[21] http://www.osor.eu/news/russian-government-to-invest-in-open-source-desktop
[22] http://www.osor.eu/news/es-andalusia-government-studying-switch-to-open-source-desktop
[23] http://www.slideshare.net/emergya/ubiquitous-open-source-in-spain-how-government-business-and-community-work-together
[24] http://www.linex.org/joomlaex/index.php?option=com_content&task=view&id=561&Itemid=1
[25] http://www.osor.eu/news/es-zaragozas-move-to-complete-open-source-desktop-going-to-plan
[26] http://groups.drupal.org/government-sites
[27] http://fcw.com/articles/2009/06/08/feature-open-source.aspx
[28] http://en.wikipedia.org/wiki/Use_of_Free_and_Open_Source_Software_%28FOSS%29_in_the_U.S._Department_of_Defense

Russland ist jetzt auch mit im Boot der Open-Source-Nationen

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Neben den aufgezählten Nationen ist auch Russland mittlerweile einen weiteren großen Schritt auf das Thema Open-Source zugegangen.Dort sollen bis 2015 alle Bundesbehörden auf freie Software migriert werden. Dies ist eine große Chance für viele interessante Projekte und Organisationen in diesem Umfeld, nicht zuletzt auch für die OpenDocument-Foundation.
Mehr berichtet Heise unter: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Russland-Umstieg-auf-Open-Source-...